04.08.2005 19:24

Online-Rollenspiele: China verbietet Minderjä

<br> Die neuste Gesetzesinitiative der chinesischen Regierung k&ouml;nnte den gro&szlig;en Entwicklern von Online-Rollenspielen kr&auml;ftig die Bilanzen verhageln. Wie verschiedene Websites (unter anderem Boomtown.net) berichten, plant China den Zugang zu gewalthaltigen Online-Games f&uuml;r unter 18-Jahrige komplett zu verbieten. Das Problem dabei ist, dass nach Vorstellung der kommunistischen Regierung jedes Spiel gewalthaltig ist, in dem Spieler andere Spieler t&ouml;ten. Wodurch praktisch jedes MMORPG mit Player vs. Player-M&ouml;glichkeiten betroffen ist. Das chinesische Kultusministerium hat die Firmen jetzt aufgefordert, geeignete Sicherheitsma&szlig;nahmen in die Spiele zu integrieren, um den Zugang f&uuml;r Minderj&auml;hrige unm&ouml;glich zu machen. Nach Ansicht des Ministeriums werden junge Menschen durch Spiele gesch&auml;digt, in denen sie ihren Charakter auf Kosten anderer verbessern und ausbauen. Inwieweit sich die Regelung in der Praxis durchsetzen l&auml;sst, bleibt abzuwarten. F&uuml;r minderj&auml;hrige Spieler die haupts&auml;chlich in Internet-Cafes ihrer Leidenschaft nachgehen, d&uuml;rften die neuen Gesetze den Zugang zu Online-Rollenspielen deutlich erschweren. Die Hersteller sind bisher jedoch nicht sehr bem&uuml;ht, die Vorgaben der Regierung umzusetzen - zumal die Kontrolle in den privaten Haushalten kaum m&ouml;glich sein d&uuml;rfte. Negative Auswirkungen auf das Wachstum von Firmen wie Blizzard, die bereits innerhalb weniger Wochen mehr als 1,5 Millionen Kopien von World of WarCraft in China verkauft haben, d&uuml;rften jedoch nicht ausbleiben. Zumal von den gesch&auml;tzten rund zehn Millionen Online-Rollenspielern in China sehr viele unter 18 Jahre alt sind. In einem weiteren Schritt sollen zum Schutz der Spielergesundheit automatische Abschalt-Mechanismen in die Online-Games integriert werden, die nach einer gesetzlich vorgegebenen Zeit dann automatisch das Spiel beenden. Zumindest diese Ma&szlig;nahme k&ouml;nnte auch hier hierzulande den einen oder anderen Bef&uuml;rworter finden.