17.06.2005 19:23

Microsoft entwickelt BitTorrent-Alternative

<br> In seinen Forschungslabors im britischen Cambridge arbeitet Microsoft unter dem Codenamen Avalanche an einer Filesharing-Technik, die irgendwann die Verteilung gro&szlig;e Dateien wie Filme, Fernsehprogramm oder Anwendungssoftware &uuml;ber das Internet vereinfachen k&ouml;nnte. Vom Konzept her &auml;hnelt Avalanche bekannten Filesharing-Konzepten wie BitTorrent, indem es die zu &uuml;bertragenden Files in kompaktere St&uuml;ckchen aufteilt. Damit h&ouml;ren die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Vor ihrer Verteilung kodiert Avalanche jede Teildatei mit einem speziellen Algorithmus so, dass jedes St&uuml;ck Informationen &uuml;ber die restlichen Bestandteile des Ausgangs-Files enth&auml;lt. Nat&uuml;rlich soll Avalanche legal sein - es verteilt nur Dateih&auml;ppchen weiter, die von ihrem Urheber signiert wurden. <br> <br> Einen Prototypen der Software setzt Microsoft selbst bereits ein, um Software an tausende von Beta-Testern zu verteilen. Damit konnte die Zeit f&uuml;r die Verbreitung einer 4 GByte gro&szlig;en Datei auf einen Tag verk&uuml;rzt werden gegen&uuml;ber den zuvor &uuml;blichen zwei Wochen bei der Verteilung &uuml;ber herk&ouml;mmliche Methoden wie Download-Server. <br> <br> Allerdings gibt es zwei Probleme bei der Wahrnehmung der Technik - zum einen wird die Unterscheidung zwischen „gutem“ und „b&ouml;sem“ P2P f&uuml;r Verwirrung sorgen, zum anderen sind Peer-to-Peer-Netze hervorragend zur Verbreitung von Malware geeignet. Und trotz aller Zusicherungen Microsofts, dass das Produkt sicher sei (bei anderen Produkten wie Internet Information Server wurde das in der Vergangenheit ja auch behauptet), werden sich Hacker gewiss bevorzugt auf Avalance st&uuml;rzen.