09.06.2005 19:59

China: Todeßtrafe für Mord an Mitspieler?

<br> Ein 41-j&auml;hriger Chinese aus Shanghai wurde gestern von einem Gericht in Peking zum Tode verurteilt, weil er einen Mitspieler im Online-Rollenspiel Legend of Mir 3 durch einen Messerstich get&ouml;tet hatte - im richtigen Leben nat&uuml;rlich. Qiu Chengwei, so der Name des Angeklagten, lieh seinem Mitspieler im Rollenspiel einen m&auml;chtigen Drachens&auml;bel, weil er f&uuml;r einige Zeit nicht am Spiel teilnehmen konnte. Bei seiner R&uuml;ckkehr besa&szlig; der Freund das Item allerdings nicht mehr, er hatte es f&uuml;r umgerechnet 750 Euro verh&ouml;kert. Aufgebracht st&uuml;rmte der Betrogene die Wohnung seines Mitspielers und erstach ihn mit einem Messer. Zuvor meldete er den Diebstahl noch bei der Polizei, die sich allerdings ziemlich ratlos zeigte. In China gibt es keinerlei Gesetze, die Straftaten oder Diebst&auml;hle virtueller Waren betreffen, was das Gericht auch vor einige Probleme stellte. Die ausgesprochene Todesstrafe wird wahrscheinlich nicht vollzogen. Der M&ouml;rder wird bei guter F&uuml;hrung allerdings den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Eine Tatsache, die bei den Hinterbliebenen des Opfers keine Freude ausl&ouml;ste. Der Vater: ""Mein Sohn war erst 26 Jahre alt, als er sterben musste. Wir wollen, dass auch Qiu stirbt, und zwar sofort.""