01.06.2005 19:09

Internet-Sucht: Chinesischer Spieler begeht Selbst

<br> Ein neuerlicher Fall von Selbstmord beunruhigt zur Zeit die &Ouml;ffentlichkeit in China. Der 13-j&auml;hrige Sch&uuml;ler Xiao Yi aus Tianjin sprang vorgestern vom Dach eines 24-st&ouml;ckigen Hochhauses in seiner Heimatstadt. Er hinterlie&szlig; vier Briefe, in denen er angab, dass er drei seiner Freunde aus dem Internet treffen will, die bereits im Paradies spielen. Seine Eltern erw&auml;hnte er in allen Briefen mit keinem einzigen Wort. Der Vater machte den Beh&ouml;rden Angaben dar&uuml;ber, dass sein Sohn in letzter Zeit immer mehr den Eindruck erweckte, Drogen zu nehmen. Die Leistungen des sonst guten Sch&uuml;lers brachen dramatisch ein, als er begann Online-Rollenspiele im Internet zu spielen. Einmal verbrachte er 48 Stunden ohne Pause und Nahrung in einem Internet-Cafe, bis ihn seine Eltern endlich ausfindig machen konnten. <br> <br> Internet Addiction Disorder (Internet-Sucht) ist in China ein stark zunehmendes soziales Problem, das bereits die Regierung auf den Plan gerufen hat. Die jahrelange Abschottung des Staates gegen die westliche Welt und die jetzt stattfindende, explosionsartige Verbreitung von Internet-Anschl&uuml;ssen stellt viele Menschen vor nicht zu bew&auml;ltigende Probleme. Speziell Jugendliche sind mit dem extremen Angebot an Unterhaltungs-M&ouml;glichkeiten im Cyber-Space komplett &uuml;berfordert.