10.06.2009 18:54

Ich wähle keine Spielekiller

Gerne &uuml;bernehmen wir den Text von <br />
<a href=""http://www.light-of-alliance.de/"" target=""_blank"">Icemann67</a><br />
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Ich w&auml;hle keine Spielekiller: Eine Aktion GEGEN die unsachliche, vorurteilsbehaftete Diskriminierung von Video- und Computerspielern und F&Uuml;R die St&auml;rkung eines wirksamen Jugendschutz.<br />
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Noch vor der Bundestagswahl im September wollen die Innenminister der 16 deutschen Bundesl&auml;nder ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot f&uuml;r Erwachsenen-Computerspiele durchsetzen. Gegen&uuml;ber WELT Online konkretisierte Niedersachsens Innenminister Uwe Sch&uuml;nemann Kriterien f&uuml;r das Unwort ""Killerspiel"" und m&ouml;chte Spiele k&uuml;nftig verbieten, wenn ""die virtuelle Aus&uuml;bung von wirklichkeitsnah dargestellten T&ouml;tungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewaltt&auml;tigkeiten gegen Menschen oder menschen&auml;hnliche Wesen"" als wesentlicher Spielbestandteil auftritt. Als konkrete Beispiele f&uuml;r derartige Titel f&uuml;hren Politiker preisgekr&ouml;nte Erwachsenen-Spiele wie Grand Theft Auto 4 oder das millionenfach gespielte Counter-Strike an. Besonders der Multiplayer-Shooter ist regelm&auml;&szlig;ig in der Diskussion - dabei ist das Spiel ab 16 Jahren freigegeben, ein Indizierungsantrag wurde schon vor mehreren Jahren seitens der Bonner Bundspr&uuml;fstelle f&uuml;r jugendgef&auml;hrdende Medien (BPjM) abgewiesen.<br />
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Nach der erfolgreichen ""Ich w&auml;hle keine Spielekiller""-Aktion im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl rufen wir erneut alle wahlberechtigten Spiele-Fans dazu auf, sich direkt an Kandidaten, Abgeordnete, Parteien und prominente Politiker zu wenden. Das geplante Paintball-Verbot, das einzig und allein auf den massiven Protest der Betroffenen gekippt wurde, zeigt die Wirksamkeit solcher Aktionen.<br />
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Wir bitten EUCH: Wenn Ihr Euch GEGEN diese unsachliche, vorurteilsbehaftete Diskriminierung wehren m&ouml;chtet und Euch stattdessen F&Uuml;R wirksamen Jugendschutz einsetzen wollt, dann macht mit! Nutzt die Wahlkampfphase - in dieser Zeit h&ouml;ren Euch jene zu, die von Euch gew&auml;hlt werden m&ouml;chten!<br />
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Nachfolgenden Text einfach kopieren und sich per E-Mail, Fax damit an Euren Kandidaten wenden.<br />
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<font color=""skyblue"">Sehr geehrter Abgeordneter, sehr geehrter Kandidat,<br />
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im Vorfeld der anstehenden Europa- und Bundestagswahl wende ich mich heute an Sie pers&ouml;nlich. Aktueller Anlass ist der am 5. Juni 2009 erfolgte Beschluss der Innenministerkonferenz der L&auml;nder, der ein ""Herstellungs- und Verbreitungsverbot"" von Action-Computerspielen vorsieht.<br />
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Dieser Beschluss ist eine Reaktion auf den entsetzlichen Amoklauf eines 17-j&auml;hrigen Jugendlichen im baden-w&uuml;rttembergischen Winnenden, der die Diskussion um die Wirkung von Computer- und Videospielen neu entfacht hat. (Vor-)schnelle Verbotsforderungen werden den vielschichtigen Aspekten solcher Ereignisse nicht gerecht, wirken im Gegenteil eher verharmlosend und verhindern so eine gr&uuml;ndliche Aufarbeitung. Mit Bedauern stelle ich fest, dass die<br />
Debatte von Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen gepr&auml;gt ist, gerade aus den Reihen der Politik.<br />
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""Gewaltverherrlichende"" Medien hingegen sind aus gutem Grund verboten. Doch ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspielen f&uuml;r Erwachsene steht aus meiner Sicht im Widerspruch zu Artikel 5<br />
unseres Grundgesetzes (""Eine Zensur findet nicht statt"").<br />
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Vielmehr gilt es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu sch&uuml;tzen, die nicht f&uuml;r ihr jeweiliges Alter freigegeben sind. In Deutschland gelten schon jetzt die europaweit strengsten Gesetze; Mitte 2008 wurde das Jugendschutzgesetz auf Initiative von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen noch einmal erweitert. Seit 1. April 2003 versieht die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) Computer- und Videospiele - analog zu Spielfilmen - mit eindeutigen, auff&auml;lligen Alterskennzeichnungen; f&uuml;nf Prozent der im Jahre 2008 gepr&uuml;ften Spiele sind auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten und werden daher mit ""Keine Jugendfreigabe"" eingestuft. Diese Kennzeichnung ist ein hoheitlicher Verwaltungsakt durch die Obersten Landesjugendbeh&ouml;rden. Produkte, die den strengen Kriterien nicht gen&uuml;gen, werden nicht gekennzeichnet und k&ouml;nnen demnach von der Bundespr&uuml;fstelle f&uuml;r jugendgef&auml;hrdende Medien (BPjM) indiziert werden.<br />
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Als vollj&auml;hriger B&uuml;rger und Wahlberechtigter bitte ich Sie nachdr&uuml;cklich, ...<br />
• den irref&uuml;hrenden und diskriminierenden Begriff ""Killerspiele"" aus der politischen Diskussion zu nehmen.<br />
• das Vertrauen der &Ouml;ffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen zu st&auml;rken.<br />
• den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern und zu gew&auml;hrleisten, dass Kindern und Jugendlichen nur<br />
Computer- und Videospiele entsprechend der USK-Jugendfreigabe zug&auml;nglich gemacht werden.<br />
• Eltern, P&auml;dagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der F&ouml;rderung der Medienkompetenz zu<br />
unterst&uuml;tzen.<br />
• die Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere die Ausbildung in diesen<br />
zukunftstr&auml;chtigen Berufen zu f&ouml;rdern.<br />
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Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en</font><br />
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Nachtrag.<br />
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Es gibt auch Lichtblicke in den Wirrungen/Irrungen der Politik.<br />
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<a href=""http://spdnet.sozi.info/bawue/tauss/dl/2009-06_Brief-Innenminister.pdf"" target=""_blank"">Guckst Du hier </a><br />