22.03.2006 19:16

Privatkopien sollen verboten werden

<br> Laut einem <a href=""http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,204016,1053137/SH/0/depot/0/"" target=_blank>Bericht des Handelsblatts</a> steht das Recht auf Privatkopien vor dem Aus. So werde das Bundeskabinett heute eine Gesetzesvorlage verabschieden, in der die Bagatellklausel f&uuml;r Kopien zum privaten Gebrauch urheberrechtlich gesch&uuml;tzter Werke wegf&auml;llt. Urspr&uuml;nglich plante Bundesjustizminsterin Zypries (SPD) bei der Novellierung des Urheberrechts einen Zusatz, nach dem es nicht strafbar sei, wenn nur wenige Kopien angefertigt w&uuml;rden und diese f&uuml;r den privaten Gebrauch bestimmt seien. Damit w&auml;re das Tauschen im privaten Freundeskreis kein Straftatbestand. Das Recht auf eine eigene Privatkopie bleibt weiterhin bestehen. Man darf allerdings technische Kopierschutzma&szlig;nahmen nicht umgehen. So soll quasi der Urheber entscheiden, ob sein Werk kopiert werden kann. Nicht nur die Musik- und Filmindustrie sondern auch die Spielefirmen klagen schon seit Jahren &uuml;ber den laschen Umgang mit Raubkopierern hierzulande. <br> <br> Was versch&auml;rfte Lobbyarbeit ausl&ouml;sen kann, zeigt das Beispiel Frankreich: Dort stellt ein gerade verabschiedetes Gesetz Peer-to-Peer-Software unter Strafe. Wer beim Herunterladen erwischt wird, muss 38 Euro pro Versto&szlig; l&ouml;hnen. Etwas teurer wird das Knacken eines Kopierschutzes zum Eigenbedarf. Das kostet 3750 Euro. Der Vertrieb von Peer-to-Peer-Software wird allerdings mit Gef&auml;ngnisstrafen und hohen Geldbu&szlig;en bis zu 30.000 Euro geahndet.