15.11.2005 19:19

eSport-Bund: Stellungnahme zum Koalitionsvertrag

<br> Nachdem am Wochenende die Ver&ouml;ffentlichung des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD bereits f&uuml;r hitzige Diskussionen in den Spielercommunities sorgte, gibt es nun auch eine erste Stellungnahme des eSport-Bundes (esb). In dieser bietet der esb seine aktive Hilfe bei der m&ouml;glichen Neugestaltung des Jugendschutzes in Deutschland an. Gleichzeitig fordert die Vertretung der eSportler die St&auml;rkung der Medienkompetenz bei Eltern und P&auml;dagogen. Hier die komplette Mitteilung des esb: <br> <br> <i>Der Deutsche eSport-Bund (esb) begr&uuml;&szlig;t ausdr&uuml;cklich die politische Auseinandersetzung mit PC- und Videospielen sowie den Regelungen zum Jugendschutz in der zuk&uuml;nftigen Arbeit der neuen Bundesregierung aus CDU und SPD. Die Koalitionspartner haben verabredet, den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Bis sp&auml;testens Fr&uuml;hjahr 2008 will die Bundesregierung gemeinsam mit den L&auml;ndern eine Reihe von Bestimmungen, zu denen neben der Frage zu den Altersgrenzen bei der Freigabe von PC- und Videospielen auch ein Verbot von ""Killerspielen“ geh&ouml;ren, evaluieren und er&ouml;rtern. Gleichzeitig soll die Wirksamkeit der freiwilligen Selbstkontrolleinrichtungen und das damit zusammenh&auml;ngende Modell der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Staat beim Jugendschutz gepr&uuml;ft werden. <br> <br> Der esb distanziert sich ausdr&uuml;cklich von Spielen, die gewaltverherrlichende oder menschenrechtsverletzende Inhalte darstellen und unterst&uuml;tzt die Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Dabei w&uuml;rdigt der esb die herausragende Arbeit der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) in den letzten Jahren. Gleichzeitig fordert der esb die St&auml;rkung der Medienkompetenz von Eltern und P&auml;dagogen. Aufkl&auml;rung im Umgang mit PC- und Videospielen beginnt bereits im Kinderzimmer - durch die Eltern. Daher z&auml;hlt die F&ouml;rderung von Medienkompetenz zu den wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft. Kinder und Jugendliche kommen heutzutage unweigerlich mit Massenmedien und damit auch mit PC- und Videospielen in Ber&uuml;hrung. Eltern kennen die Spiele und Filme meist nicht und scheinen damit &uuml;berfordert zu sein. Als Folge werden Kinder allzu oft mit ihrem Medienkonsum allein gelassen. <br> <br> Der esb bietet zur Kl&auml;rung von Genre- und Wirkungsfragen an, mit den entsprechenden politischen Gremien in den Dialog zu treten und dar&uuml;ber hinaus aktiv den Aufbau von Ma&szlig;nahmen zur Erh&ouml;hung der Medienkompetenz der Eltern, P&auml;dagogen und Jugendlichen zu unterst&uuml;tzen. Als erste konkrete Ma&szlig;nahme kann der esb entsprechende Fortbildungsseminare durchf&uuml;hren. In diesem Zusammenhang m&ouml;chte der esb darauf verweisen, dass die aktive Aus&uuml;bung von Bildschirmspielen im sportlichen Wettkampf weltweit immer st&auml;rkere politische und gesellschaftliche Unterst&uuml;tzung sowie Anerkennung erf&auml;hrt.</i>